Warum die “Grüne Wirtschaft” nicht unliberal ist

sammelstelle

Die Initiative „Grüne Wirtschaft“ (Abstimmung am 25. September) verlangt, dass die Schweiz bis 2050 ihren Ressourcenverbrauch auf ein nachhaltiges Niveau reduziert – im Moment verbrauchen wir je nach Berechnung rund 3x mehr natürliche Ressourcen, als unserem Land hochgerechnet auf die ganze Weltbevölkerung zur Verfügung stehen würde. Das bedeutet logischerweise, dass wir früher oder später zu wenig haben werden. Wollen wir in so einer Welt wirklich leben? Als junge Politikerin gibt es hierzu nur eine Antwort. Ich zitiere dazu unsere glp-Nationalrätin Kathrin Bertschy:

„Es ist wenig liberal, den nächsten Generationen eine intakte Umwelt zu verweigern und ihnen unsere Probleme zu überlassen. Die Chancengleichheit – auch zwischen den Generationen – ist für mich ein zentrales Element des liberalen Gedankenguts.“

Die Grüne Wirtschaft ist eine Chance auf eine noch innovativere, langfristig wettbewerbsfähige Schweizer Wirtschaft. Meine Generation und alle kommenden Generationen werden in der Zukunft dankbar sein, wenn wir heute beginnen, diejenigen Geschäftsmodelle und Technologien zu fördern, die uns mit einem geringeren Ressourcenverbrauch den gleichen Lebensstandard ermöglichen. Es sollte z.B. nicht so sein, dass es (kurzfristig) günstiger ist, wertvolle Rohstoffe in der Abfallentsorgung zu verbrennen, statt sie zu verwerten und wieder zu verwenden. Jedes Gramm Rohstoff, das in der Schweiz aus dem Abfall zurückgewonnen werden kann, muss nicht im Ausland abgebaut und importiert – und immer teurer bezahlt – werden.

Mit einem JA zur Initiative Grüne Wirtschaft geben wir dem Parlament den Auftrag, die Leitplanken für einen nachhaltigen Ressourcenverbrauch in einer fortschrittlichen Schweiz zu setzen. Das Parlament ist frei, diese Leitplanken wirtschaftsfreundlich zu gestalten – von einer “Zwangsjacke“, wie es die Gegner behaupten, kann keine Rede sein.

Werden wir das Ziel bis 2050 erreichen? Zumindest versuchen müssen wir es.

Übrigens, ein sehr sehenswerter Film zu diesem Thema mit zahlreichen Lösungsvorschlägen: Tomorrow – Demain

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