Verhaltensökonomie auch in der Politik berücksichtigen

Am vergangenen Dienstag durfte ich spätabends ein Gastspiel im Berner Ratssaal halten. Thema: Schlaue Regulierung. Anlass: Der 5vor12-Wettbewerb vom Strategiedialog 21 und Swiss Venture Club. Meine Idee: Abschaffung der automatischen Pensionierung. Klingt verrückt? Ist es aber nicht – sondern eine klassische Frage des Opt-in oder eben Opt-out.

Meine Idee: Pensionierung zur Opt-Out-Entscheidung machen – zugunsten der persönlichen Freiheit, gegen den Fachkräftemangel, und zur Entlastung der Vorsorgewerke, und für mehr Diversität am Arbeitsplatz.

Nur letzteres ist wirklich ein aktiver Entscheid, aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Das aktuelle System gleicht hingegen einem Automatismus, der “alte” Leute (wer definiert schon, was alt ist?) ganz automatisch mit 64/65 aufs Abstellgleis stellt, wenn sie sich nicht dagegen wehren.

Die Abschaffung der automatischen Pensionierung hätte klare Vorteile. Niemand würde gezwungen, länger zu arbeiten, aber es würde all jenen deutlich leichter gemacht, die dies gerne möchten. Zugunsten der persönlichen Freiheit, für mehr Humankapital in der Wirtschaft, zur Entlastung der Vorsorgewerke, und für mehr Diversität am Arbeitsplatz.

Das Publikum habe ich mit dieser Idee gemäss Jury-Kreisen übrigens fast überzeugen können – der Sieger und Jungfreisinnigen-Präsi Andri Silberschmidt hatte nur einen hauchdünnen Vorsprung. Ich würde sagen, bei einem quasi FDP-Heimspiel ist das kein schlechtes Resultat für eine GLPlerin 🙂

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